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Niels Diffrient

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In seiner mehr als 50-jährigen Karriere hat Industriedesigner Niels Diffrient die Welt des Designs aus Sicht  der menschlichen Wahrnehmung revolutioniert. Niels Diffrient kreierte Produkte, die seine Denkweise zum Ausdruck brachten: Funktion und Design möglichst leicht und elegant zu verschmelzen, um klare und zeitlose Formen entstehen zu lassen.

Niels Diffrient  über seinen neuen Stuhl, den Diffrient Smart

 
 
Niels Diffrient prägte die Designbewegung im 20. Jahrhundert und arbeitete mit bekannten Designern zusammen, die er als Kollegen und Freunde schätzte: Eero Saarinen, Ettore Sottsass, Charles Eames, Marco Zanuso und Henry Dreyfuss. Niels Diffrient hat mehr als 50 Patente angemeldet und 75 Auszeichnungen erhalten, u. a. den National Design Award aus dem Jahr 2002 von Smithsonian Cooper-Hewitt, National Design Museum, und den im Jahr 1996 verliehenen Chrysler Design Award. 1987 wurde Niels Diffrient außerdem von der British Royal Society of Arts in den Stand eines „Royal Designer for Industry“ (Hon RDI) gehoben. Sein umfangreiches Industriedesign-Portfolio umfasst Arbeiten für AT & T, Honeywell, John Deere, Knoll und American Airlines.

 

Die Partnerschaft mit Humanscale begann 1998 mit der Entwicklung des Freedom Chair. Mit einem neuen Standard für ergonomische Arbeitsstühle ermöglichte Freedom eine innovative Art des Sitzens. Niels Diffrient, der seinen gestalterischen Grundsätzen immer treu blieb, sagte in einem Artikel der New York Times: „Warum sollte man etwas entwerfen, was den Komfort des Menschen nicht verbessert?“ Er war der Ansicht, dass sich Stühle an den Benutzer anpassen sollten und nicht umgekehrt - und dieses Credo stand bei allen seinen Entwürfen wie Liberty, Diffrient World und seiner neuesten Kreation, dem Diffrient Smart, im Vordergrund. Gründer und CEO von Humanscale, Robert King, zu dem berühmten Designer: „Niels glaubte an die Bedeutung der Funktion und wusste, dass Funktion die Triebfeder für gutes Design sein muss. Aus diesem Grund sind seine Produkte oft zeitlos.“

Seine Karriere als Industriedesigner wurde durch sein frühes Interesse an Architektur und Design geweckt, die er an der Cranbrook Academy of Arts studierte. Später erhielt er ein Fulbright-Stipendium für Design bei Marco Zanusso in Mailand, mit dem er zusammen das Design der preisgekrönten Borletti-Nähmaschine entwickelte. Nach seiner Rückkehr in die Vereinigten Staaten arbeitete Niels Diffrient als Industriedesigner mit Henry Dreyfuss in dessen Firma bis 1980.

Dank eines tiefen Verständnisses von Lebensart, Arbeitswelt und Interaktion des Menschen mit seiner Umwelt konzentriert sich das Design von Niels Diffrient auf den Faktor Mensch. Er ist einer der Co-Autoren der dreibändigen Publikation „Humanscale“, in deren Mittelpunkt der Faktor Mensch und Design-Grundsätze stehen. Andere Veröffentlichungen bezeichnete er als „Referenzbücher über den Faktor Mensch (Ergonomie), die dick, überladen und voll mit Fachjargon sind, als ob die Autoren vergessen hätten, die eigentlichen Ziele zum Gegenstand ihrer eigenen Arbeit zu machen. Mit meiner Publikation „Humanscale“ beschreite ich den umgekehrte Weg.“

Niels Diffrient widmete sich dem einfachen und problemlos nutzbaren Design. Durch die Beschränkung der Komplexität seiner Entwürfe war Diffrient in der Lage, seinen Produkten durch geringeren Material- und Teileverbrauch eine höhere Nachhaltigkeit zu verleihen. Er war sich ständig des Einflusses seiner Produkte auf die Umwelt bewusst und kam zu der Feststellung: „Das Wesen der Nachhaltigkeit ist die Effizienz. Design muss mit geringerem Material- und Energieeinsatz einen Zweck perfekt erfüllen. Kein noch so optimales Recycling kommt einem sparsamen Materialverbrauch gleich.“

Neben seiner Karriere als praktischer Industriedesigner war er als Dozent für Design an der University of California, Los Angeles, und der Yale University tätig. Vor einigen Jahren hat er selbst eine Autobiografie mit dem Titel "Confessions of a Generalist" (Bekenntnisse eines Generalisten) herausgegeben. Eine Chronik mit vielen Kapiteln aus seinem Leben und über sein Design. Er beschreibt die Zeit von seiner Jugend auf einer Farm in Mississippi während der Großen Depression bis zu seiner Zusammenarbeit mit Eero Saarinen bei der Entwicklung von Entwürfen für Humanscale.

Niels Diffrient stellt den Benutzer in den Mittelpunkt. Er sagte einmal: „Der beste Weg zu erfahren, was Menschen wollen und brauchen, ist nicht, sie zu fragen, sondern sie zu verstehen.“

Sein umfangreiches Werk spiegelt seinen Ansatz und seine Werte wider. Da sich die Überzeugung von Niels Diffrient so glaubhaft in seiner Arbeit niederschlägt, wird sein Vermächtnis in seinen Entwürfen weiterleben.

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